Wo sind sie, wo?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Verschwinden die Grünen in einer Art Un-Politik? Keine Angst, sie bleiben uns erhalten.

Wer eine Geschichte hat, darf in sie zurückblicken. Wozu hat man sie sonst? In den frühen Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts war es ein publizistisches Hobby des Falter, die Alternativen dazu anzustiften, endlich eine Partei zu gründen. Menschen, die sich mittlerweile ihre Ärsche im Parlament plattgesessen haben, argumentierten damals noch, es sei besser, "nicht hineinzugehen".

Mit Ausnahme der Wahlen 1995, die Wolfgang Schüssel nach nur einem Jahr Koalition mit Franz Vranitzky vom Zaun brach, legten die Grünen bei nationalen Wahlen jedes Mal zu. Zwar bleiben sie regelmäßig unter den Erwartungen, aber sie legten zu. Damit einher gingen beinahe flächendeckende Erfolge in Ländern, Städten und Gemeinden. Nach der Wahl 2002 gingen sie erstmals in seriöse Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP; auch dazu ließen sie sich mächtig bitten.

Es schien dennoch, als hätte


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