Hero der Woche

Maria Berger

Politik | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

Schon wieder ein kluger Vorschlag. Straftäter, die ihre Geldstrafe nicht zahlen können (weil sie schlicht zu arm sind), sollen nicht mehr eine "Ersatzfreiheitsstrafe" absitzen, sondern bei gemeinnützigen Leistungen schwitzen. Das leert die Gefängnisse, es verhindert den Verlust von Jobs und sozialem Ansehen und spart dem Staat auch noch Geld. Maria Berger hat einmal mehr bewiesen, dass man auch im Justizministerium nicht nur eine graue, parteilose Maus sein muss (wie viele ihrer Vorgänger), sondern kluge Sicherheitspolitik machen kann. Anders als Innenminister Günther Platter, der sich als Law-and-Order-Tiroler präsentiert (auch um Herwig van Staa in Tirol zu beerben), lässt sie Experten neue Wege beschreiten: eine weisungsfreie Korruptionsstaatsanwaltschaft, einen besseren Opferschutz, Strafnachlass für Kleinkriminelle, wenn sie sofort das Land verlassen. Berger setzt auf fortschrittlichen Pragmatismus, nicht auf lauten Populismus.


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