100 Jahre große Koalition

Uwe Mattheiss | Politik | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

DEBATTE Das Mehrheitswahlrecht würde zu einer "österreichischen Lösung" führen.

Erscheint die Lösung eines politischen Problems überraschend einfach, ist Misstrauen angeraten. Das gilt auch für die Debatte ums Mehrheitswahlrecht, die in den letzten Ferienwochen das karge Stoffangebot für die Kommentarspalten auffettet. Woher kommt dieser Ruf nach "klaren Verhältnissen" so plötzlich in einem Land, dessen politische Kultur bislang eher von einem erstaunlich gewandten Umgang mit unklaren Verhältnissen geprägt war? Das erschließt die neue Wahlrechtsdebatte kaum. Vielleicht bedeuten die Worte ja etwas anderes, als sie sagen. Etwas verschiebt sich, bildet ein Symptom.

Die neue Regierung ist wieder ganz die alte, nicht in ihren Themen oder handelnden Personen, sondern als Rückkehr zu einer Konstante der österreichischen Nachkriegsgeschichte, die sich als eine einzige große Koalition lesen lässt. Nur gelegentlich unterbrochen von Episoden, die oft mit einer politischen Hypothek bei

  689 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

  • "Except BVT Vienna"

    Ein streng vertrauliches Dokument zeigt, dass dem Bundesamt für Verfassungsschutz bei Ermittlungen gegen russische Spione von EU-Partnern offenbar nicht mehr vertraut wird. Die Putin-Nähe der FPÖ gilt offenbar als Sicherheitsrisiko
    Politik | BERICHT: FLORIAN KLENK | aus FALTER 45/18
  • Klaus Luger

    Der Linzer Bürgermeister will keine "Stolpersteine" für ermordete Juden
    Politik | aus FALTER 44/18
  • Mehr Rolex für die Arbeiterklasse!

    Dürfen linke Politiker teure Uhren tragen? Das ist die falsche Frage. Zu Besuch beim linken Uhrmacher Michael Gunczy
    Politik | Besuch: Nina Horaczek | aus FALTER 46/18
  • Der Bankomat der Parteien

    Über Jahre hinweg erhielten Parteien, Politiker und Vereine Millionen über den PR-Berater Peter Hochegger von der Telekom Austria. Eine Verurteilung muss kaum jemand fürchten
    Politik | Bericht: Josef Redl | aus FALTER 46/18
  • "Pension oder Sportabteilung"

    Interne Protokolle zeigen, wie Herbert Kickls Kabinettsmitarbeiter die Leiterin des Rechtsextremismusreferats zum Rückzug zwingen wollen. Einer der Hintergründe der Aktion: die Liederbuch-Causa der Germania
    Politik | BERICHT: FLORIAN KLENK | aus FALTER 45/18
×

Anzeige

Anzeige