Knecht

Beleidigen, aber richtig

Politik | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

Ich konstatiere über die Jahre eine inflationäre und missbräuchliche Verwendung des Begriffs "frustrierte Hausfrau" in Leserkritiken, insbesondere in solchen, die mir mindergesonnen sind. Das macht eine Begriffsabklärung notwendig. Denn wenn Sie mich professionell beleidigen wollen, werte Verbalinjuriker, muss ich Sie bitten, alternative Insultationsformulierungen zu bemühen, denn mit "frustrierte Hausfrau" zielen Sie einen Kilometer an meiner Pappn vorbei. Als "frustrierte Hausfrau", gehen wir das kurz durch, bezeichnen wir für gewöhnlich eine Vollzeithausfrau, die überm unbezahlten und unterbedankten Bügeln, Kochen, Putzen, Aufräumen, Einkaufen und Kinderbetreuen auf Dauer eine eklatante Selbstverwirklichungsunterversorgung erleidet und darüber verbittert. Und das trifft ja nun auf mich gar nicht zu; die Verwerfungen in meinem und dem Alltag meiner Freundinnen und, falls vorhanden, assoziierter Partner entstehen ja vielmehr durch den tätigen Versuch, neben der Elternschaft


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