Testbilder einer Revolution

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

FILM In den Jahren um 1968 sandte der Jugoslawe DusÇan Makavejev filmische Schockwellen in die Welt. Was von deren Erschütterungskraft übrigblieb, lässt sich derzeit im Filmarchiv überprüfen.

Während das Sommerkino-Angebot bereits merklich ausgedünnt ist, hat die "Balkan. Kino. Welt." betitelte Großschau des Filmarchivs Austria gerade einmal ihre Halbzeit erreicht. Bis Ende September sind dort auch frühe Arbeiten eines Filmemachers zu sehen, der - in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern als eine Art durchgeknallter Balkan-Godard gefeiert - inzwischen nur noch selten zu den zentralen Künstlern der damaligen Kinokunst-Internationale gezählt wird. Die Filme, die der Belgrader Jungregisseur DusÇan Makavejev zwischen 1965 und 1971 für ein zusehends internationales Publikum drehte, waren Kinder ihrer Zeit, im Scharfsinnigen wie im Platten. Dass sich in ihnen das eine vom anderen oft nicht mehr unterscheiden lässt, darin besteht ihr verrücktes Genie.

Makavejevs großes Thema


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