Der Klang der Zeit

Kultur | Daniela Strig | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

LITERATUR Jetzt ist die Oma am Wort: "Eine sehr kleine Frau", Peter Henischs jüngster Roman setzt das Projekt literarischer Familiengeschichtsschreibung auf charmante und überzeugende Weise fort.

Nun hat auch Peter Henisch einen Schriftstellerroman geschrieben - das Sujet liegt offenbar in der Luft. Allerdings ist es kein egozentrisches Buch, es geht darin ja vor allem um "eine sehr kleine Frau". Auch ist es mit der biografischen Zuschreibung gar nicht so einfach: Der Held Paul Spielmann ist um die sechzig und hat als Literaturprofessor zwanzig Jahre in den Staaten gelebt, ehe er in seine Heimatstadt Wien zurückkehrte. In der Verlagswerbung heißt es aber, "Peter Henisch" erinnere sich in diesem Roman "an jene Frau, von der er gelernt hat, was sein weiteres Leben prägen sollte: das Erzählen". Dass Peter Henisch und Paul Spielmann dieselbe Großmutter gehabt haben müssen, liegt auf der Hand. Schon in dem jüngst neu aufgelegten Roman "Pepi Prohaska Prophet" (1986) hat der Autor dem


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