"Das bin doch nicht ich!"

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

LITERATUR Thomas Glavinic hat schon wieder einen Roman geschrieben: "Das bin doch ich" erzählt von einem Autor, der gerade einen Roman geschrieben hat. Muss das alles so schnell gehen? Lektor und Autor sind da ganz anderer Ansicht.

Die jungen Autoren denken zu wenig und schreiben zu viel. Findet jedenfalls Wolfgang Matz: "Es wird ganz sicher zu wenig nachgedacht. Der Glaube, dass man ständig im Geschäft bleiben muss, um nicht in Vergessenheit zu geraten, ist ein Irrtum." Idealerweise, so meint Matz, lägen zumindest zwei Jahre zwischen zwei Büchern desselben Autors.

Mit dieser Ansicht bringt sich der Lektor des Münchner Hanser Verlages allerdings selbst ein bisschen in Erklärungsnotstand. Denn ausgerechnet "sein" Autor, der 35-jährige Österreicher Thomas Glavinic, bringt nun, bloß ein Jahr nach seinem bisherigen Opus magnum "Die Arbeit der Nacht", schon wieder einen Roman auf den Markt, der von österreichischen Neuerscheinungen nachgerade überflutet wird. Dennoch ist Matz bereit,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige