Das ist meine kleine Welt

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

LITERATUR Thomas Glavinics semiautobiografischer Roman "Das bin doch ich" kommt der Realität nahe und ist obendrein noch lustig.

Ein Roman ist eine Welt für sich. Das ist banal, aber wahr. Der Leser tritt ein und lebt für einige Stunden (Pascal Mercier) bis Wochen (Richard Ford) neben seinem eigenen Leben auch in der von einem einfallsreichen Kopf ersonnenen Parallelwelt. Im Idealfall erfreut er sich an der Sprache, grübelt über die verhandelten Themen nach und fühlt mit den Figuren mit. Dabei ist es mitunter erstaunlich, wie sich die fiktionalen Welten vieler Autoren oft ähneln. Gut, es gibt in der Literatur zweifelsohne so etwas wie eine Handschrift, aber oft ist es einfach nur bequem, immer wieder Ähnliches in leicht abgewandelter Form zu produzieren.

Das Markenzeichen von Thomas Glavinic ist, sich mit jedem Buch als Schriftsteller neu zu erfinden. Nach dem beklemmend existenzialistischen "Die Arbeit der Nacht" steht diesmal das genaue Gegenteil auf dem Programm: Spaß. "Das bin


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