A Time to Love and a Time to Die

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

LITERATUR Ein verstörend schöner Roman über den Krieg: A.L. Kennedy versetzt sich in "Day" in die Psyche eines jungen britischen Soldaten.

Day steht in Versalien auf dem sehr schön gestalteten Umschlag (bravo, Julie August!) - und man ist geneigt, hierfür die Bequemlichkeit der Verlage und Übersetzer verantwortlich zu machen, die in letzter Zeit dazu neigen, Titel aus dem Englischen einfach zu übernehmen - siehe das Gesamtwerk von Nick Hornby oder Ian McEwans vorletzten Roman "Saturday". Im vorliegenden Falle aber ist weder D Day noch V Day noch sonst ein "Tag" gemeint, vielmehr steht "Day" schlicht für den Nachnamen des Protagonisten - und den kann man nun wirklich nicht ins Deutsche übertragen. Alfred F. Day, am Ende des Romans Mitte zwanzig, war 15, als der Krieg ausbrach, in dem er den Job eines, ganz richtig: Heckschützen (nicht: Heckenschützen) bei der Royal Airforce versieht.

Die Schottin A.L. Kennedy, 1965 in Dundee geboren und heute in Glasgow ansässig, gehört zu den


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige