Phettbergs Predigtdienst

Fliegenschlitzer

Stadtleben | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

Seinen "Kosenamen" holte er sich, als er logisch zu schließen begann, in jeder Fliege, die sich in seine Wohnung einschlich, sei eine Kamera eingebaut, James-Bond-007-Filme und so verfestigten zudem seinen Wahn, in jeder Fliege sei eine Kamera eingebaut, und so kaufte er sich ein ganz feines Messer und begann, alle seine vielen Fliegen zu schlitzen, mit chirurgischer Präzision, das winzig kleine Kameraequipment war damit garantiert zermalmt, und weil ja auch dem F I6 kommuniziert gehörte, dass er es zu so einer Fertigkeit gebrachte hatte, lockte er unglaublich viele Fliegen in sein Reich, und wenn er so viel gesammelt hatte, dass er eine Leiche damit überhäufen konnte, schlitzte er den nächstbesten Menschen mit ebendiesem seinem Messer gleichfalls. So entstand sein "Name", was dem "Tatort" wiederum ein schmackhaftes Menü war dann.

Besonders dieses großartige "Tatort"-Team, wo die Hauptrolle der Leichensezierer immer spielt, z.B. am Sonntag, 3.8.07 war um 20.15 Uhr wieder eine Folge mit dem. "Tatorte" werden, wie beste Leichenschmäuse, im Sommer wiederholt! Und es war sehr, sehr gut, denn die Dialoge mit seinem Partner, dem etwas ungepflegt wirkenden Hauptkommissar, der auch Vermieter seines hochstudierten Leichensezierers ist, sind immer super feinstenst! Er kann offensichtlich sein Geld nicht zusammenhalten und stellt immer einen wundervollen Arzt unerreichbaren Niveaus dar, und der Leichenschmaus ist fertig!

Klarerweise ist es so, dass ich meinerseits auch Paranoia habe, wenn jetzt der katholische Papst nach Mariazell pilgern kommen wird, braut sich in mir der Verdacht zusammen, dass der bayrische Ratzi-Baatzi Benedikt XVI. und sein Vatikan längst schon nicht mehr die Scientologen zu bekehren versucht, sondern die Scientologie ihn! Denn der Hubbert, der diesen Verein ins Leben rief, durchdringt die ganze Welt. So denkt der Einsame durch sein Leben. Es ist also nun der aus Bayern gebürtige Rüpelpapst, weil es ist ihm gelungen, in jeder seiner Enunziationen ein gutes Viertel der Welt zu kränken.

Die ungekürzte Version des Predigtdienstes ist über www.falter.at zu abonnieren.


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