Ride the High Country

Stadtleben | Klaus Nüchtern | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

WIEN AM RAND (5) Diesmal kosten wir die Wonnen des weiten Westens aus, indem wir ostwärts, zum Alberner Hafen, radeln. Wozu? Der Weg ist das Ziel!

Robert Musil hat sich darüber mokiert, dass Menschen, die etwas Besonderes von sich hermachen wollen, aufs Pferd steigen und nicht auf einen Wolkenkratzer. Das ist so klug, dass es schon wieder ein bissl doof ist und man freundlich ausrufen möchte: "Bertl, alte Denkerstirn - was weißt denn du von den Wonnen der Selbsterhöhung!"

Was den Wolkenkratzer von einem Pferd unterscheidet, ist, ganz klar, der Faktor Mobilität. Und der gibt zurzeit ja weltweit den dicken Macker, ohne den läuft gar nichts - bis hin zur Teleportation. Voll die neoliberale Kacke! Ne, nicht mit uns. In Nullkommanix vom Zentrum an die Peripherie, vom Ring zum Friedhof der Namenlosen - das ist was für Julie Delpy und Ethan Hawke in Richard Linklaters "Before Sunrise". Wir machen da nicht mit! Wir bestehen auf einer ordentlichen Packung Wind im wehenden Haar!! Wir reisen


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