Analoger Saft

Stadtleben | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

RENDEZ-TEX (6) Diesmal begegnet unser Autor der Sängerin Clara Luzia, ein paar nassen Hunden und einer Reihe von Cobain-Doubles.

Die Musikerin Clara Luzia hat winzige Nasenlöcher, das fällt wirklich auf, auch weil sie ihren rechten Nasenflügel mit einem Nasenring verziert hat, so als müsse sie ihre Mininasenlöcher kompensieren, eines ist aber sicher, ihr ist dadurch wohl dieses eine Trauma, Erbsen in der Nase zu verstecken und nicht mehr zu finden, erspart geblieben. Den Ring hat sie sich selbst durch die Nase getrieben, dabei sei sie in Ohnmacht gefallen, geweint hätte sie aber nicht, berichtet sie, und so sieht sie aus, dass sie solche Sachen dann doch lieber selber macht, auch die vielen Ziernarben am Unterarm. Die kleine tätowierte Katze an ihrer Elle hingegen ist eindeutig Profiwerk, da kommt man schlecht selbst hin, sie ist das Piktogramm an den U-Bahn-Türen in Tokio, dort weint sie, weil sie sich den Schwanz eingeklemmt hat, aber nur dort, nicht auf Frau Claras Elle. In Japan


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