Die Füße im weißen Salz

Stadtleben | Martin Gantner | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

KÖRPER 50 Quadratmeter, 25 Tonnen Salz: Gerade hat Wiens erste orangene Salzgrotte aufgesperrt. Auf Kurzurlaub im Keller.

Ohne weiße Socken geht hier gar nichts. Da ist Chefin Claudia Mouslit streng. Jeder, der in ihre Salzgrotte will, muss erst einmal die Schuhe ausziehen und sich weiße Frotteeteile überstülpen. Leihbesockt geht's dann ab auf den Liegestuhl. Dort versucht man sich zwischen 25 Tonnen Salz zu entspannen. An den Wänden des 50-Quadratmeter-Raums klebt orangefarbenes Kristallsalz aus dem Himalajagebirge, auf dem Boden häuft sich feineres, weißes Meersalz vom Toten Meer. Die bunten Wände sind Mouslits ganzer Stolz - schließlich hat die Konkurrenz, das Oceanum im 3. Bezirk, nur weißes Salz auf Lager.

In der orangen Grotte dringen Delfingesänge aus den Lautsprechern, irgendwo rauscht ein künstliches Bächlein. Und die kleinen Lichter an der Decke leuchten abwechselnd orange, türkis und weiß. Wie am Meer halt. Nur ohne Wasser und ohne Sand, dafür mit bunten Sternen.


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