Vorwort

Moral im Sommerloch

Donja Noormfodi | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

Die Moral im Wahlkampf ist derzeit das einzige Thema, wenn es um die Graz-Wahlen im Jänner 2008 geht. Zuerst hatte VP-Bürgermeister Siegfried Nagl sein "Fairnessabkommen" vorgelegt, daraufhin bastelte sein Vize Walter Ferk (SP) an einem Gegen-Abkommen. Nun haben sich die beiden endlich geeinigt, ein gemeinsames Papier zu verfassen. Dabei müssten sich Ferk und Nagl um das Thema Fairness derzeit kaum Sorgen machen, ist doch die Stadtpolitik in ein derart tiefes Sommerloch gefallen, dass sie kaum noch von sich hören lässt. In einer solchen Hitzestarre schafft es nicht einmal der diesbezüglich vorbelastete Grazer Bürgermeister, die Fairness zu verletzen. Das heißt, er schafft es fast nicht: Denn ein Punkt im ursprünglichen Entwurf seines sogenannten Fairnessabkommens hört sich doch ein bisschen unmoralisch an: "Verzicht auf Aussagen und Darstellungen, die dem öffentlichen Ansehen der Stadt Graz und stadteigener Unternehmen schaden können." Nestbeschmutzer, die schlecht über Graz


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