Offene Schädel

Politik | Tiz Schaffer | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

MUSIK Der Soundaktivist Walter Brantner alias Dr. Nachtstrom macht auf seinem neuen Internetlabel "Bruit" Krach mit Stil.

Die Künstler arbeiten teilweise mit Frequenzen, die einem die Schädeldecke aufsägen", erzählt Walter Brantner. Keine Angst. Bei dem Netzlabel Bruit handelt es sich um keine Internetplattform perverser Chirurgen. Wer das französische Vokabel "Bruit" übersetzt, wird in die richtige Richtung gestoßen: Lärm, Krach, Rauschen. Sechs Künstler machen momentan mit eigens komponierten Stücken dem Namen alle Ehre: Soundforscher wie der Schwede Jon Eriksen, der Grazer Robert Lepenik oder der Amerikaner Ophibre zeigen zwar keine Gnade mit dem popverwöhnten Ohr, wissen aber, wie man abstraktes Material abseits der Beliebigkeit organisch formt.

Es ist nicht so, dass sich Brantner keine Gedanken über die Sinnhaftigkeit eines weiteren Netzlabels gemacht hat. Der unter anderem als Moderator bei FM4 tätige Musiker ist sich einer Sache bewusst: "Das Netz ist zugemüllt mit Musik,


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