Steirerbrauch

Stadtleben | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

WEITWANDERN V Schau, der Steirerhut am Boden. Hat sich die Edelweißhüttnwandernadel aus der kalten Brust grissen und wieder auf den Hut gsteckt. Dort hat´s hinghört! Aber: Wo hat er hinghört? Gwusst: nicht im Sterzacker. Gwusst, dass der Acker ein End haben muss. Und dass er dorthin will. Schnell: glaufen, immer glaufen. Durch das himmelhohe Sterzspalier. Habtacht! Hat die Lichtungen gfunden, wo er gschlafen hat. Hat die Schneisen gfunden, die er gschlagen hat. Die abgfressenen Striezel. Die Blutspur. Die Feuer. Glaufen, immer glaufen. Halt! Fast wär er einigrennt. Der Rainstein - endlich! Der Acker aus! Ockaroa, hat er dacht. Ockaroastoa. Hinkniet, gweint auch vor Glück. Den Ockaroastoa ongreart. Und langsam rausgschaut in die Welt ohne Sterz. Hat ausgschaut wie ein Weinberg. So weit wie die Unendlichkeit.


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