Ein übles Spiel

Christian Felber | Vorwort | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

kommentar Gift im Spielzeug aus China: Westliche Firmen tragen Verantwortung, weil sie die Arbeitsbedingungen diktieren.

Als sich der Spielzeugfabrik-Manager Cheung Shuhung am 11. August gegen halb drei Uhr nachmittags erhängte, war das wie ein Schuldeingeständnis für sein Land: China baut Mist. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr musste der weltgrößte Spielzeughersteller Mattel Ware zurückrufen, diesmal mehr als 18 Millionen Autos und Puppen. Die waren mit giftiger Farbe lackiert oder mit losen Magnetteilen versehen. In den USA wurden 19 Kinder notoperiert, eines starb.

Der Schuldige war schnell gefunden: die Produzenten in China-wieder einmal. Der Spielzeugskandal folgte auf den Tierfutterskandal und dieser auf den Zahnpastaskandal. Der "Angriff aus Asien", so der Titel eines aktuelles Buchs über China, bedroht unseren Wohlstand. Und unsere Kinder!

Ist es wirklich so einfach? Zunächst sind es nicht chinesische Konzerne, die uns mit Textilien, Spielzeug und Computer überschwemmen,

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