Benedikts Rivale

Robert Misik | Politik | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

Gespräch Der katholische Theologe Hans Küng über die Renaissance und das Gewaltpotenzial der Religionen.

Hans Küng, 79, ist einer der renommiertesten Theologen der Gegenwart. Er war Professor für Katholische Theologie und wurde von Papst Johannes XXIII. zum Konzilstheologen des Reformkonzils berufen. In den Sechzigerjahren war er mit seinem Kollegen Joseph Ratzinger eng befreundet, zwischen beiden kam es aber zum Bruch, weil sich Ratzinger in konservative, Küng in fortschrittliche Richtung entwickelte. 1980 kam es zum Eklat, als Papst Johannes Paul II. Küng die Lehrerlaubnis entzog. Doch 2005 war Küng wieder in den Schlagzeilen. Sein alter Rivale Ratzinger hatte ihn, gerade zum Papst Benedikt XVI. bestellt, im Vatikan zu einer Privataudienz eingeladen.

Falter: Man spricht von einer Rückkehr der Religionen. Aber gibt es die überhaupt?

Hans Küng: Diese These stimmt und stimmt auch nicht. Bei uns in Europa ist die Säkularisierung weit fortgeschritten. Aber es ist andererseits auch

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