Mein Papst?

Politik | Andrea Maria Dusl | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

POLEMIK Wenn ich an etwas glaube, dann an mich. Eine Lästerung.

Wem gehört dieser Papst eigentlich? Wenn es nach Karl Ratzinger und seiner Organisation geht, gehört der Papst uns allen. Sofern wir rechten Glaubens sind. Wenn es nach den Deutschen geht - die sind nämlich jetzt Papst - gehört er mit Haut und weißem Haar unseren Kollegen im Tschüssiland. Die Italiener wiederum haben den Pontifex wie stets zu ihrem ganz persönlichen Väterchen ausgerufen. Allen gehört er. Nur mir nicht. Ich hab nämlich nichts am Hut mit dem Mann mit der Friseurstimme.

Despektierlich, nicht wahr, wie ich über den Heiligen Vater spreche! Aber ich kann nicht anders, die Nonnen, die mich als Kind gequält haben, haben mich für die katholischen Glaubensinhalte und ihr Personal verdorben. So böse haben sie es mit mir getrieben, dass ich das Konzept Glauben überhaupt eingestellt habe. Wenn ich an etwas glaube, dann an mich. Vatikan brauche ich dafür keinen. Despektierlich, wie ich eine Lichtfigur vom


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