In der besten Schule der Welt

Politik | Ingrid Brodnig / Helsinki | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

BILDUNG Hier sitzen Autisten neben Genies, es läutet keine Pausenglocke. Dennoch laufen in Helsinki die besten Schüler Europas über den Pausenhof. Die Gesamtschule der Finnen war umstritten. Heute ist sie Vorbild. Zu Recht? Eine Inspektion

Vor dem großen Backsteingebäude sonnen sich die Schüler. Sie tratschen, genießen die letzten warmen Tage in Helsinki. Dann sehen sie auf die große Uhr an der Mauer. Es ist kurz vor zehn, die Pause ist zu Ende. Die Jugendlichen schlendern zurück in das Gebäude - die Kruununhaka-Gesamtschule für 13-bis 16-Jährige.

Auf den ersten Blick sieht es hier wie in jeder westlichen Schule aus. Ein steriler Gang, funktionelles Mobiliar, an den Wänden bunte Zeichnungen. Ganz wie in Österreich. Nur das Schulbuffet passt nicht ins Bild. Denn anders als in Österreich bezahlt der Staat finnischen Grundschülern ein warmes Mittagessen. Und auch Schulglocke läutet hier keine. "Das brauchen wir nicht. Schüler und Lehrer sollen von selbst einen Zeitplan einhalten


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