Wienzeug

Politik | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

Draufgänger Schon mal am Ring von einem Radler über den Haufen gefahren worden? Oder als Radfahrer von einer plötzlich geöffneten Autotüre erschlagen worden? Radler und Autofahrer nehmen scheinbar wenig Rücksicht aufeinander - und deshalb herrscht bisweilen Krieg auf Wiens Straßen. Nun hat die Politik das Schlachtfeld entdeckt. Vergangene Woche überreichte die ÖVP der grünen Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig zehn "Benimm-Regeln" für Radler. Drahtesel sollten Nummerntaferln bekommen und eine eigene Truppe sollte darüber wachen, dass auch Radfahrer die Straßenverkehrsordnung einhalten. Die Grünen unterstellen der ÖVP mit der "Hatz auf die Radler" eine "klimafeindliche Politik".

Drüberzieher Sag noch einer, der Protest gegen Rassismus komme verzopft und gutmenschlich daher. Die Kampagne Blackaustria warb bereits im Frühjahr mit erfrischend witzigen Plakaten gegen den Alltagsrassismus in Wien. Nun wird die Aktion mit der Präsentation der Blackaustria-T-Shirt-Kollektion fortgesetzt. Auf T-Shirts stehen klassische Stereotype wie "Sozialschmarotzer", "Drogendealer" und "Scheinasylant". Ein Vorurteil, so die Organisatoren, "bekommt man ja genauso schnell schnell übergezogen wie ein T-Shirt". Die Präsentation der Leiberl findet am 6. September im Volksgarten Pavillon statt, der Eintritt ist frei.

Denksportler "Klima: Wende oder Ende - Erneuerbare Energien als Patentrezept?" lautet der Titel einer von der Wiener ÖVP veranstalteten Podiumsdiskussion. Es debattieren Club-of-Rome-Mitglied Dennis L. Meadows, Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, Atomexperte Helmut Rauch, Umwelzschutzvordenker Peter Weish und ÖVP-Minister Josef Pröll.

Dienstag, 11. September, 19 Uhr. Palmenhaus 1., Burggarten, Anmeldung: Tel. 515 43-960.


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