Lesen im Fisch

Tex Rubinowitz | Kultur | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

LITERATUR Mikko Rimminens "Tütenbierroman" erzählt fast nichts von Menschen, die fast nichts tun - auf höchstem Niveau.

Als Fremdsprachenunkundiger muss man den Übersetzern von Büchern vertrauen, dass sie etwaige eigene literarische Ambitionen hintanstellen, sich also auf die reine, unverbrämte Übertragung konzentrieren. Manchmal ahnt man aber, dass der Übersetzer über die Stränge geschlagen haben muss und dass dies dem Buch nur zum Vorteil gereicht, adjektivisch wird in diesem Zusammenhang gern ein abgestandenes "Kongenial" bemüht, wenn Rhythmus, gute Kenntnisse lokaler Besonderheiten, Einfühlungsvermögen in die Gehirnkapriolen des Autors erahnbar sind.

Harry Rowohlt kann das bekanntermaßen, dass es eine Freude ist, genauso wie der vor sieben Jahren verstorbene saarländische Zuckerbäcker Eugen Helmlé, der in seiner Freizeit Raymond Queneau und Georges Perec übertrug - "und andere so oder so, ließ auch Stuttgart nie links liegen, bevor er das Große Fahrzeug bestieg", wie

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