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Kultur | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

ROMAN

Paul Auster: Reisen im Skriptorium

Einige Schläge hat der neue Roman von Paul Auster in den letzten Wochen von der Kritik einstecken müssen. Dass der alte Fuchs nach der relativ konventionell erzählten "Brooklyn Revue" in "Reisen im Skriptorium" wieder postmoderne Techniken aus der Mottenkisten hole, mit Spiegelungen und Text-im-Text-Verfahren arbeite, das stieß so manchem Rezensenten sauer auf. Geschenkt, Auster wird vielleicht nie mehr ganz an die Stärken seiner "New York Trilogie" herankommen, er veröffentlicht viel zu viel, und manches davon ist nur Selbstzitat. Dennoch zeugt es von Leseschwäche, wenn man - zumal als professioneller Leser - einen Roman nicht mehr als das nehmen kann, was er ist: ein Werk der Fiktion, ein Kunststück.

Sieht man dem Text nach, dass er über keine nacherzählbare Handlung verfügt und auch nichts darüber aussagen will, wie sich das Leben heute anfühlt, gibt er doch einiges her. Der Leser folgt einem verwirrten Greis bei seinen Versuchen, sich


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