Arbeit statt Kampf

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

FILM Schmutzige Kriege, pessimistische Helden: Das Filmmuseum bietet mit der Retrospektive "The Wild Bunch" einen Überblick über den Spätwestern.

Es sind zwei bunt zusammengewürfelte Gruppen, die 1966 in die Wüste aufbrechen. Die erste ist eine vierköpfige Profitruppe, von Studioveteran Richard Brooks im Auftrag von Columbia nach Mexiko entsandt, um eine weiße Frau aus mexikanischen Händen zu befreien; die Zweite ist ein loser Haufen mit verborgenen Absichten, von Monte Hellman im Auftrag des Billigproduzenten Roger Corman nach Utah verfrachtet. Das Ergebnis könnte unterschiedlicher nicht sein: Während "The Professionals" eine starbesetzte Großproduktion für ein möglichst breites Publikum ist, das - wie Burt Lancaster und Robert Ryan - zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein soll, verliert sich "The Shooting" - wie Warren Oates - irgendwo in seiner Paranoia im Wüstensand.

Heute als scheinbarer Gegensatz betrachtet, offenbaren die beiden Filme jedoch eine der größten Stärken


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