In Kürze

Kultur | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

Július Koller (1939-2007) Auch nach der Wende musste der slowakische Künstler Július Koller noch lange auf den verdienten Erfolg warten. Seine kleine Wohnung in Bratislava war bis vor kurzem angeräumt mit einem über Jahrzehnte für die Schublade entstandenen, multimedialen Werk. 2003 fand im Kölnischen Kunstverein die erste Koller-Personale statt. Die Erste Bank kaufte Schlüsselwerke. Sein Auslangen fand Koller, dessen hintersinnige Arbeiten den sozialistischen Kulturbehörden suspekt gewesen waren, als privater Kunstlehrer und verwirklichte parallel dazu seine eigene Kunst als "Universelle Futurologische Operation". Zwischen Fluxus und Konzeptkunst schuf Koller "Antibilder" aus Latex, er gründete 1971 eine virtuelle Galerie in der Hohen Tatra und veranstaltete "Antihappenings", in denen er bevorzugt selbst auftrat. Erst im Jänner dieses Jahres hat die Wiener Galerie Martin Janda den 68-jährigen Künstler gezeigt und in seine Künstlerliste aufgenommen. Letzte Woche verstarb Koller

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