Kritik kurz

Kultur, FALTER 35/07 vom 29.08.2007

Zurück zur Figur Ach wie dankbar ist so ein Malereiboom. Da lassen sich Kraut und Rüben fröhlich durcheinanderwürfeln, Hauptsache bunt und "contemporary". Die Schau "Zurück zur Figur", die das Kunsthaus Wien von der Münchner Hypo Kulturstiftung übernommen hat, wirft Positionen in einen Topf, die denkbar wenig miteinander zu tun haben. Beworben wird die populistische Ausstellung mit einer Nackten am Cover, und auch sonst werden Akte gern genommen. Es obsiegt das Handwerk - medienkritische Ansprüche gehen in dieser am Motiv orientierten Auswahl unter. Wo können sich etwa die existenzialistischen Nike-Träger von Muntean/Rosenblum mit den Bildschöpfungen von Elke Krystufek und von der seit kurzem als Malerin auftretenden Mara Mattuschka treffen? Wirklich nur in einer "Wir haben einen Trend"-Ausstellung wie dieser.

Nicole Scheyerer

Noch bis 30.9. im KunstHaus Wien.

Derecho de familia Als Daniel Burman während der letztjährigen Berlinale Interviews zu seinem neuen Film gab, erlebte

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