Nüchtern betrachtet

Das große Wasabinussmassaker

Kultur | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

Niemand soll behaupten, dass ich irgendeinen Trend leichtfertig vorbeiziehen ließe, ohne auf ihn aufzuspringen. Ich war und bin überall dabei: bei den iPodisten und bei den Jamie-Oliver-Gutfindern; bei den "Six Feet Under"-Apologeten und in der Neigungsgruppe Männer-dürfen-ruhig-dreimal-die-Woche-Duschen; in der Initiative zur Rehabilitierung des Chili con carne und bei den Bejahern des Puma-Turnschuh-Revivals; in der Mühlbauerhütchenträgerclique und in der "Wir wohnen jetzt auch im Zweiten"-Kohorte. Unlängst habe ich mich sogar in eine Käuferschicht geschlichen, die ansonsten ausschließlich aus 17-jährigen Gymnasiastinnen besteht - eine besonders traurige, weil vollkommen entsexualisierte Einübung in das Dasein als Dirty Old Man. Ich habe jetzt also auch so ein kleines Thermosding, aus dem man den Caffè Latte nuckeln kann, den man sich zuhause runtergedrückt hat. Nur dass in meinem Milchtee drinnen ist und ich mir mit diesem schon zwei Rezensionsexemplare (Michael Köhlmeiers

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