Fragen Sie Frau Andrea

Ulfassbar heiß

Stadtleben | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

Liebe Frau Andrea,

angesichts der tropischen Hitze stellte sich meiner Freundin Elfriede und mir die bislang unbeantwortete Frage: Warum ist es in den sogenannten Ulfs, den Niederflurstraßenbahnen, um so vieles heißer als in den "normalen" Straßenbahnen? Mögliche Erklärungen scheinen uns nicht stichhaltig: Die Fenster waren ja auch bei den alten Straßenbahnen nicht alle zu öffnen, zumal das ja im Falle großer Hitze wieder nur heiße Luft hereinbrächte. Fällt das Phänomen nur uns auf? Wissbegierig verbleibe ich

herzlich grüßend

Ilse Kilic

Liebe Ilse,

die Hitze in den Ultra-Low-Floor-Tramway-Zügen dürfte allen öffentlich Wienreisenden aufgefallen sein. Sie reiht sich stadtmystisch in den Phänomenkreis ein, der die stinkenden U1-Stationen, die gefährlich niedrigen Decks der 13A-Doppeldecker, den rostigen Rußgestank der alten Stadtbahn oder den Erdölgeruch der winterlichen Straßenbahnböden umfassen. Hitzetechnisch gesehen sollte das Problem der schweißtreibenden Ulf-Kabinen mit der "Indienststellung" der neuesten Garnituren dieses Typs behoben sein. Ab Herbst fahren Gleiswölfe mit eingebauten Klimaanlagen. In den alten Ulfen ist es deswegen so heiß, weil sich die Innenräume verglaster Fahrzeuge aufheizen. Abhilfe böte selbst bei hohen Außentemperaturen der Fahrtwind. Gäbe es denn Fenster, die sich über ein mikroskopisches Maß hinaus öffnen ließen. Klimaregulierte Ulfe erkennen Sie an roten Hartschalensitzen und gelben Haltestangen. Bald.


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