Ich war in der Dirmhirngasse


Klaus Nüchtern
Stadtleben | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

ERLEBNISAUFSATZ Eine Reise zu Fuß durch Wien: vom Nordosten in den Südwesten; von Gerasdorf nach Atzgersdorf; vom 22. in den 23. Bezirk; über die Wagramer Straße und diverse Donauen in die kleine Steiermark und über die dümmste Treppe der Stadt in die eigene Kindheit.

Es hatte noch ausgiebig geregnet in der Früh, dann aber im Laufe des Vormittags und für den Rest des Tages aufgehört, ganz so, wie es die Wettervorhersage - verlässlich wie Antonín Panenka beim Freistoß - vorausgesagt hatte. Ich vertraue der Wettervorhersage von ORF Online ebenso wie der elektronischen Fahrplanauskunft der Wiener Verkehrsbetriebe. Meist Recht. Um 9.21 Uhr fährt der 5A in Richtung Griegstraße, in der Traisengasse muss ich in die Schnellbahn umsteigen, die S2 kommt um 9.56 Uhr in Gerasdorf an.

Laut meinem Stadtplan liegt Gerasdorf einen Tick jenseits der Stadtgrenze. Es heißt ja auch: Gerasdorf bei Wien und nicht Gerasdorf in Wien. Dennoch gehört die Station Gerasdorf noch zum Wiener Schnellbahnnetz,

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