Die Haarbrücke

Stadtleben | Tex Rubinowitz | aus FALTER 35/07 vom 29.08.2007

RENDEZ-TEX (7) Mit Danielle Spera im Kaffeehaus: Unser Autor spricht mit der ORF-Lady über Schüttbilder, Peripheriezombies und irre Sektenführer.

Das erste Mal, dass ich Frau Dr. Danielle Spera begegnet bin, das muss im strengen Winter 1984 gewesen sein, und da ist sie mir bereits aufgefallen, ihre Haarbrücke, oberhalb ihrer Schläfen ist zwischen Haaransatz und Augenbrauen eine ganz feine Haarverbindung, ein filigraner Flaum. Wir kollidierten damals, in der Bäckerstraße, jeder ausgestattet mit raumgreifend-elipsoider Grobmotorik, kann auch sein, dass es nur bei mir so war, und ich meine auf sie übertragen habe, dass es bei der Kollision zum Molekülaustausch kam, ich war auf dem Weg vom Alt Wien ins Ring, ein altes Autohaus am Stubenring, in dem Ölfässer standen als Sitzgelegenheiten, ein üblicher Trampelpfad zu jener Zeit (im Winter konnte man das buchstäblich sehen, die Schneise der Fußspuren), sie ins Oswald & Kalb, sie nahm mich gleich mit, dort saß die "Weltjournal"-Chefin


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