Bis keiner heult

Stadtleben | Christof Huemer | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

KAMPFSPORT Sie fighten in einem Käfig. Jeder Kampfstil ist erlaubt. Soziologen sehen in ihnen letzte Vertreter männlicher Selbstbehauptung. Und manchmal bluten sie auch. Ein Abend beim Free Fight.

Schläge gegen den Kehlkopf - verboten!" Es ist 16.30 Uhr, die Temperatur in der Liebenauer Eishalle beträgt mehr als 30 Grad, Referee Stockmann trägt ein Ruderleiberl, auf dem "Unschuldig" steht und instruiert die 28 Free Fighter. Zwei zierliche Dolmetscherinnen übersetzen: "Attackieren der Augen oder Genitalien - verboten!" Selten gibt es Fragen, die meisten Kämpfer wissen: Spucken, Kratzen, Beißen - verboten! Und die wichtigste Regel: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. An den Haaren ziehen etwa. Das verunsichert den 24-jährigen Steirer Marcel Delgado, 175 cm, 63 kg, dunkle Locken; die Haare aller anderen Kämpfer sind kurz. Delgados Sorgen erweisen sich jedoch als gegenstandslos. Gleich nach dem Gong zur 1. Runde trifft er Balazs Csepes mit einem Tritt an der Stirn. Aus einem Cut quillt


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