Das große Brummen

Wolfgang Kühnelt | Stadtleben | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

LOKALTIPP Das Eckstein liegt in bester Grazer Lage. Dass der Inhaber einst zum schönsten Glatzkopf der Stadt gewählt wurde, tut beim Essen nichts zur Sache.

Wohin gehst du gerne essen?", fragte der Gastrokritiker seinen Freund, den Musiker. "Ins Eckstein" kam die überraschende Antwort. "Aber das gehört doch dem ...", wollte der Schreiberling gerade entgegnen, als er mit dem besten Argument konfrontiert wurde, seit es Vorurteile gibt: "Du musst das Auftreten des Wirtes nicht mögen, nur um sein Essen zu genießen."

Auf zum Mehlplatz also, wo der aus sämtlichen leicht zugänglichen Society-Kolumnen der Stadt bekannte Michael Schunko das Eckstein betreibt. Das Nachfolgelokal des Glockenspielkellers vis-à-vis dem Schubert-Kino präsentiert sich innen rundum schön und gediegen. Im Gastgarten sitzt man sehr angenehm, muss allerdings das Innenstadt-Spiel "Sehen & gesehen werden" über sich ergehen lassen. Die großen Sonnenschirme und die Palmen bieten keinen Sichtschutz gegenüber vorbeiziehenden

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