Steirerbrauch

Stadtleben | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

WEITWANDERN VI Einmal geht noch, hat er dacht. Um und um waschlnass und die Schuach voller Lahm. Holladio, hat er gsungen und is den Weinberg raufmarschiert. Aber gfreut hat´s ihn nicht mehr. So gengan die Buam von da Tanzmusi ham. Holladio, hat er gsungen. Aber das Weinen ist dann stärker als das Juchazen worden. Das Erinnern stärker als das Tun. Wie lang is hergwesen, dass er vom Kirtag heim wollt? Wie lang, dass ihm die Puntigam gsagt hat, dass sie heut mit dem Strohmaier schlafen will? Wie lang, dass er sein Rausch im Sterzacker ausschlafen hat wollen? Ganz oben am Weinberg hat er sich auf ein Bankerl gsetzt, den Steirerhut daneben. Gweint und ins Steirerland gschaut. Auf die Weinberg, auf den Sterzacker. Und auf die Spuren, die er beim Wandern im Acker lassen hat. Schau, da war ein Wort: Popocatepetl, hat er glesen.


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