Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

Die bajuwarische Kleinkunstkanone Georg Ringsgwandl hat einmal ein mystisches Erlebnis besungen: " Und wia i grod so hischau, ich kleiner Sündermann / Da schaut der Papst grad zu mir her, ja der Papst, der schaut mich an." So heißt es in dem Song "Papst gsehng". Rein akustisch ist es von "gsehng", also "gesehen", zu "gesegnet" ("gsehngt"?!) nicht sehr weit. In Wahrheit aber: welch weite Wüstenei, darein Abgründe drohen, Hoffart und Trägheit geheißen. Protestanten wie den frisch aus dem Urlaub an die Fußballkolumne (siehe Seite 67) geeilten Wolfgang Kralicek und mich geht das nix an, aber den Papisten möchte man doch ein warnendes "Obacht!" entgegenrufen, damit sie nicht straucheln auf dem Weg zur Seligkeit. Die Wallfahrtstätte und Lebkuchenmetropole liegt bekanntlich in der Steiermark, weswegen das große Papstbesuchsfeature auch in der Steiermark-Ausgabe des Falter zu finden ist, die man ihrerseits in der Mitte der Wienausgabe findet (es sei denn, man lebt in der Steiermark, dort


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