Die Nöte des Kannibalen"

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

PSYCHIATRIE Die Bluttat von Robert A. blieb drei Tage lang unbemerkt. Wie kann das in einer betreuten Wohnung geschehen? Das erste Gespräch mit seinem Betreuer.

Vergangene Woche machte die Polizei einen Fund, der selbst erfahrene Beamte erschütterte. In einer privaten Notschlafstelle im 15. Bezirk war ein Bewohner mit einer Hantel erschlagen und ausgeweidet worden. Innereien des Toten lagen auf einem Teller angerichtet. Robert A., 19, Mitbewohner des Toten, stand mit blutverschmiertem Mund vor einer Putzfrau. Der Junge soll die Tat im Wahn begangen haben.

Warum hat das in einer betreuten Wohngemeinschaft niemand bemerkt? Wer hat Täter und Opfer überhaupt betreut? Wieso lebten die beiden zusammen? Wie gefährlich war Robert A.? Der Fall des "Kannibalen" gibt Einblicke in die alltäglichen Nöte von psychisch Kranken und ihren hilflosen Betreuern. Robert A. war nämlich so krank, dass ihm das Gericht einen Sachwalter bestellte. In dessen Auftrag kümmerte sich die Firma "Auftragssozialarbeit"


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige