"Folk war immer da"

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

NEW FOLK Die Sängerin und Harfenistin Joanna Newsom gastiert in Wien. Ein Gespräch über ihr gefeiertes Album "Ys.", die Arbeit mit Van Dyke Parks und ihr Verhältnis zum Folk.

ie 25-jährige Sängerin und Harfenistin aus Kalifornien komponiert den exzentrischsten Pop derzeit. Auf ihrem im Spätherbst des vergangenen Jahres erschienenen Album "Ys.", das in sämtlichen Jahresbestenlisten ganz weit vorn rangierte, dehnte sie das Songformat bis weit über die 10-Minuten-Marke aus. "Ys." ist ein Dokument von Newsoms kühner Kreativität, für die Begriffe wie Folk oder Pop eigentlich zu kurz greifen. Wie Musiker, denen der Ruf, Exzentriker zu sein, vorauseilt, erweist sich Miss Newsom im Interview als ausgesprochen freundlich. Vielleicht ist es aber auch nur ihre bezaubernde Stimme, die sie beim Telefongespräch freilich wesentlich dezenter einsetzt als bei ihrem Kunstgesang.

Falter: Wenn man sich Ihr Debüt "The Milk-Eyed Mender" mit seinen kurzen, eher konventionellen Folksongs anhört und


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