Im Herzen ein Hippie

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

FILM Julien Temple ist mit "The Future Is Unwritten" ein würdiges Porträt des 2002 verstorbenen Clash-Sängers Joe Strummer gelungen.

Was beim Fernsehinterview unter seinem Namen stehen soll, wird der späte Joe Strummer aus dem Off gefragt. Seine damalige Band, The Mescaleros? Oder doch The Clash? "Schreib Punk-Rock-Warlord hin", antwortet der Angesprochene mit voluminös-brummiger Stimme. Und dann sieht man den jungen Strummer alleine im Aufnahmestudio stehen, wie er a cappella die ersten Zeilen der ersten Clash-Single "White Riot" singt: "White Riot, I wanna riot / White riot, a riot of my own", brüllt er in naiver Revoluzzerpose. "Black people gotta lot a problems / But they don't mind throwing a brick / White people go to school / Where they teach you how to be thick."

Trägt der Kinogeher zumindest ein kleines bisschen Punk in seinem Herzen, beginnt dieses Herz bereits während der Eingangssequenz von Julien Temples Dokumentarfilm "The Future Is Unwritten" heftig zu pochen. Der Ende


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige