Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

BC21 Art Award 2007 Der britische Turner Prize sei ihr Vorbild, meinte Belvedere-Direktorin Agnes Husslein letzte Woche bei der Präsentation des neuen Kunstpreises BC21. Der Kürzelname ergibt sich aus den Initialen des Sponsors, der Unternehmensberatung Boston Consulting Group. Die von einer Jury ausgewählten Künstler bringen allerdings nicht die Eigenschaften mit, die den lange unbeachteteten Turner Prize schließlich so berühmt-berüchtigt gemacht haben: Im Atelier Augarten hält man vergeblich Ausschau nach einem Skandalpotenzial wie bei den Formaldehyd-Kühen von Damien Hirst oder bei der Malerei mit (vermeintlichem) Elefantendung wie von Chris Ofili. Sogar die Künstlergruppe Gelitin lässt die Plastilinpenisse zuhause, für deren Zurschaustellung Husslein im Salzburger Festspielsommer 2003 Volkszorn erntete. Und auch die Arbeiten der Nominierten Ursula Mayer, Constantin Luser und Misha Stroj werden keinen Besucher in Rage versetzen. Während der von Tate Gallery und dem Sponsor


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