Nüchtern betrachtet

Prolog zu meiner liebsten Jahreszeit

Kultur | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

Unlängst stand ich in Gesellschaft von schönen, erfolgreichen und fast noch jungen Menschen, die ebenfalls einen Gin Tonic in der Hand hielten, auf dem Dach eines Innenstadthauses in der Abendsonne und sah ihr beim Untergehen zu. Des Weiteren blickten wir a) in die Ferne, wo Cirrus und der Stratokumulus ebenfalls grade Happy Hour hatten, und b) auf die umliegenden Dächer, während die Gastgeberin erklärte, welche Stützen der Gesellschaft in welchen Dachausbauten hausten. Man macht sich ja keine Vorstellung, aber über den Dächern der Stadt ist Wien praktisch nur noch ÖGB - was ÖVP-Politiker keineswegs davon abhält, sich dort ebenfalls breitzumachen. Unter dem Rost glühte duftend die Holzkohle, auf ihm nahmen Steaks, dick wie die Handballen von Zugschaffnern unmittelbar vor der Pensionierung, ganz pomali die gesunde Bräune von bereits seit längerer Zeit pensionierten Zugschaffnern an. In diesem Moment erhob sich ein kleiner Disput über die Frage, ob die Jahreszeit schon am Wechseln


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige