Roter Himmel


Matthias Dusini
Stadtleben | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

ARCHITEKTUR Auch in Wien betet der Papst zur Gottesmutter Maria. Seine Show vereint die Zeremonien römischer Kaiser mit jenen heutiger Celebrities.

Ein Hut ist so etwas wie das Dach des Menschen. Umgekehrt könnte man auch ein Dach als den Hut eines Gebäudes bezeichnen. Bei kirchlichen Würdenträgern und Königen fällt auf, dass sie meistens ein Dach über dem Kopf haben, und sei es auch nur in Form einer Mitra oder Krone. Auch wenn Papst Benedikt XVI. am Freitag um 12.45 Uhr in Wien den Platz Am Hof betritt, wird er nicht mit bloßem Haupt zur Mariensäule beten. Er wird zumindest ein weißes, auch Pileolus genanntes Käppchen aus Seide aufhaben. Er wird dann auf der offenen Plattform über der vorgezogenen Eingangshalle der Kirche stehen. So wie schon vor ihm Papst Pius VI. im Jahre 1782, der hier der Menschenmenge den Segen "urbi et orbi" erteilte, nachdem er bei Kaiser Joseph II. vergeblich gegen dessen Kirchenpolitik protestiert hatte. Und wie sein Vorgänger Johannes Paul II. beim

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