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Knedel & Dalken

Stadtleben | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

Zu böhmischer Küche haben in Wien ziemlich viele einen irgendwie sentimentalen Zugang, und das, obwohl die sprichwörtliche böhmische Großmutter längst im Dunkel der Geschichte verschwand und die Tante Jolesch ja auch kaum mehr wer liest. Dennoch, hier gibt's böhmisch:

Am Nordpol, 2., Nordwestbahnstr. 17/ Nordpolstr. 3, Tel. 333 58 54, tägl. 17-24 Uhr.

Nicht nur das beste böhmische Lokal der Stadt, sondern irgendwie auch das originellste. Beides hat ursächlich mit Koch und Wirt Vratilav Krivak zu tun, dessen Knoblauchbrote, Kuttelsuppen, Schopfbraten und Haluschkas einfach nur gut sind.

Zu den 3 Buchteln, 5., Wehrg. 9,

Tel. 587 83 65, Mo-Sa 18-24 Uhr.

Mutter der böhmischen Lokale Wiens. Ursprünglich in der Margaretenstraße, ursprünglich von Vratislav Krivak bekocht. Seit langem in der Wehrgasse und immer noch sehr klassisch und gut.

S'Powidl, 5., Margaretenstr. 60,

Tel. 586 09 67, tägl. 11-23 Uhr

Brave Böhmenfolklore mit immerhin vier böhmischen Bieren aus dem Fass und dem höchst erfreulichen Programm pikanter wie süßer Kalorienorgien.

Böhmische Kuchl, 8., Schlösselg. 18, Tel. 402 57 31, Mo-Fr 11-15, 17.30-23 Uhr

Quasi ein Fiebertraum an tschechischem Folkloredekor, das muss man erst einmal aushalten. Äußerst originalgetreues Programm, große Portionen, herzliche Atmosphäre.

WEIN - Prosecco, bitte nicht! Mäßig fruchtelndes, dünnes Gschlader, alkoholischer Eistee, zu schwer, um ihn gegen den Durst zu trinken, zu leicht, um von erwachsenen Menschen ernst genommen werden zu können. Außer der Prosecco von Gianfranco Ferrarese, Betreiber des besten Alimentari im ganzen Land: Kronkork, nullo Etiketto, molto erfrischend, je kälter, desto besser. Prosecco, wie er sein soll, wahrhaftig und ohne jede Tussi-oder Vernissagenallüre.

Preis: E 6,-; Bew.: 4/5 (sehr gut), bei L'Ora giusta, 19., Billrothstr. 41.


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