Sie und Wien, Frau Knef?

Stadtleben | aus FALTER 36/07 vom 05.09.2007

Für Ihr Gastspiel am Freitag im Radiokulturhaus haben Sie ein Wien-Spezial angekündigt. Wieso Wien?

"Meine Schwester Hilde hat ja sehr viel mit Wien zu tun gehabt, die Wiener haben ihr Ruhm geschenkt, der Bronner Lieder getextet, Molden war ihr Verleger, ihr Ex-Mann Wahl-Wiener, ihr Manager Schlawiner. Ich selbst war 1947 in Wien, Orson Welles wollte hier einen Film drehen, ich bewarb mich für eine Rolle, wie das Casting ausging, wissen Sie ja. Ich lernte Harry Limes kennen, der war damals Kanalarbeiter, er zeigte mir den 16. Bezirk, ich lernte Wien sozusagen von hinten kennen, lieben und hassen. Davon handeln einige meiner Lieder. Ich habe übrigens eine Namensänderung in Erwägung gezogen in einer Zeit, in der es genügt, blond zu sein, betrunken Auto zu fahren und unterm Kleid keinen Schlüpfer zu tragen: Sie können mich ab sofort auch Vienna Sacher nennen."

Irmgard Knef ist eine Kunstfigur


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