Schlecht und recht

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Nichts Neues rechts der Mitte: Eine Besichtigungstour von Haider bis Strache und zurück.

Die Rechte sah schon besser aus. Kärnten ist ein Sonderfall und wurde hier im Falter immer wieder behandelt, offenbar nicht ungerecht genug. Das dort herrschende Ungeschick von Rot und Schwarz ist sprichwörtlich und führt dazu, dass sich der längst abgerutschte Jörg Haider immer wieder im Sattel zurechtsetzen kann. Dabei ist Österreich ein anderes Land geworden. Die Hochblüte des Populisten Haider ist vorbei. Vor allem, weil er die Gunst der Kronen Zeitung verspielte. Aber auch, weil die Rechte die politische Hegemonie im Land errang. Das war nicht nur ein lokalpolitisches Ereignis, kein Verdienst von Wolfgang Schüssels Jahren an der Regierung, in denen dubioses Personal aller Arten zu Ämter, Würden und Besitz kam. Es war Teil der internationalen Kräfteverschiebung im Zeichen von Neoliberalismus und Globalismus, An denen können erste Krisenzeichen besichtigt werden,


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