Durchs Hintertürl

Julia Ortner | Vorwort | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

KOMMENTAR Jetzt lässt der Innenminister doch mehr Ausländer ins Land. Hinter der ÖVP-Zuwanderungspolitik steckt ein alter Schmäh.

Ein Fremder, der hier lebt, sich was aufbauen will und vielleicht noch in die Moschee geht: ein unbequemer Ausländer. Ein Fremder, der im Marchfeld für ein paar Euro den Spargel ausbuddelt, sich für uns den Rücken krummmacht und flott wieder heimfährt: ein beliebter Ausländer. Der ÖVP waren die Zuwanderer und ihre Probleme in den vergangenen Jahren von Herzen gleichgültig - egal, ob der Caritas-Direktor gepredigt hat oder die letzten paar Christlich-Sozialen in der Partei zur Nächstenliebe gemahnt haben. Unter Schwarz-Blau-Orange legten sich die Bürgerlichen auf eine rigide Politik gegenüber den Fremden fest. Bis der schwarze Wirtschaftsflügel vor ein paar Monaten das Unerhörte wagte: Wirtschaftssprecher Reinhold Mitterlehner erklärte, dass Österreich mit seiner umstrittenen Zuwanderungspolitik als ausländerfeindlich gelte und daher die dringend

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