Das Jubeln üben wir noch!

Politik | Florian Flicker | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

KIRCHE I Die lateinamerikanische Gemeinde pilgert von Wien nach Mariazell. Eine Reportage aus der ersten Reihe beim Papstbesuch.

Ende August ruft der Mann vom Papst an: Im ersten Bezirk seien noch zwei Sitzplätze für die Pilgerfahrt frei, und wir sollen nicht böse sein, dort spreche man Spanisch, und bereits morgen gäbe es spirituelle Vorbereitungen unter den Pilgern. Tags darauf in einem Hinterzimmer der Dominikanerkirche, 1010 Wien: Wir sind biblische zwölf, und auch sonst wirkt es konspirativ. Vertreter Chiles, Kolumbiens, Spaniens, El Salvadors sind anwesend. Der, den sie liebevoll Juanito nennen, ist österreichischer Student und unser Reiseleiter. In der lateinamerikanischen Gemeinde Wiens sind wir gelandet, und mit ihr fahren wir in zwei Wochen zum Papst. "Ja, Zufall ist der Name, den Gott wählt, wenn er nicht in Erscheinung treten will", sagt Cantabria, und Kolumbien meint, unser Bus starte am 9. September morgens um vier, und wer pünktlich sein wolle, dem sei empfohlen, die

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