Knecht

Wir: nicht

Politik | Doris Knecht | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

Dass die dumme Herman jetzt auf die Fresse gefallen ist, nehme ich, obzwar ich sonst nicht zur Schadenfreude neige, mit viel Wohlgefallen zur Kenntnis. Dagegen möchte ich alles zurücknehmen, was ich Sehnsüchtigstes über den Herbst gesagt habe. Sommer ist super. Schwitzen, stinken, freie Sicht aufs Bauchfleisch, alles ure super. Beziehungsweise erlaube ich mir, den Herbst, insbesondere den Frühherbst, mit sehr viel netteren Eigenschaften zu konnotieren als mit grauskaltem Dauerregen: süße, reife Früchte, bitte! Betörend schön verfärbte Blätter, der Glanz auf den Kastanien, der feine Nebel des Atems, wenn man in kühler Früh auf die Straße tritt! Dünne, bunte Hauben auf den Köpfen der Kinder, feste Turnschuhe an ihren Füßen, gesundes Rot auf den Backen und die Taschen ihrer strapazierfähigen und wasserabweisenden Herbstjacken voller Kastanien mit tüchtig Glanz darauf! Ein Glas Sturm (ich) und eine heimliche Zigarette (der Lange) abends am Balkon, wenn die Mimis schlafen


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