"Man will nur unsere Namen"

Medien | Klaus Nüchtern | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

ZENSUR Die Schriftsteller Marlene Streeruwitz und Thomas Glavinic haben ihre Kolumnen für österreichische Tageszeitungen eingestellt, weil sie bestimmte Dinge nicht schreiben durften. Ein Gespräch über schlechtes Benehmen und schwindende Solidarität.

Keine Zeitung kommt heute ohne Kolumnisten aus. Neben hauseigenen Journalisten, die das Tagesgeschehen in allen Bereichen der Politik, der Kultur und des Lifestyle kommentieren, werden auch Gastkolumnisten heftig umworben. Schriftsteller etwa sind zurzeit recht begehrt, weil sie einen "anderen" Blick auf die Dinge werfen sollen. Darüber hinaus bringen sie natürlich einen Promifaktor und Kulturbonus mit, der das jeweilige Blatt schmückt. Kommen diese Gastkolumnisten und-kolumnistinnen dann aber tatsächlich dem Ansinnen nach, kritisch und abseits der Trampelpfade journalistischen Mainstreams zu schreiben, findet das Interesse an anderen Zugängen ein jähes Ende.

Marlene Streeruwitz lieferte seit Jahresbeginn eine monatliche Kolumne für


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