Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

Kurz nachgefragt

Wie transportiert man ein im Geiste seiner Entstehungszeit so wild in vermiefte Moralwolken gebrülltes Stück wie den "Reigen", mit dem Schnitzler nach der (Berliner) Uraufführung und der gleich darauffolgenden Wien-Premiere (schon damals in den Kammerspielen) im Jänner und Februar 1921 sich selbst Aufführungsverbot, Schmähung und Drohungen einbrachte, der Gesellschaft aber einen stark politisch angekurbelten Skandal (der den "Untergang des Abendlandes" bemühte), auf die Bühne der moralisch so umgepolten, nämlich öffentlich-sexuell gesättigten Gegenwartswelt?

Sehr gute Frage, Standard!

Die Dingwelt dreht durch

Geländer bohrte sich in Wagen!

Die Kronen Zeitung über eine heimtückische Attacke in Böschistobel.

Eine große Aufgabe

Ich glaube prinzipiell beim Menschen nicht an Monogamie, weil ich nicht glaube, dass der Mensch dafür geschaffen ist. Aber Treue ist etwas Wunderbares. Und es ist eine große Aufgabe, wenn man einen Menschen absolut liebt, Treue aufrechtzuerhalten.

Thomas Muster im Steirer Monat.

Postnatale Benennung

Die Kristallerbin und der Finanzminister a.D. hatten sich ausbedungen, das kleine Mädchen erst nach der Geburt zu benennen.

Aus Österreich. Das unorthodoxe Ansinnen wurde gewährt.

Verdikt der Woche

Es gibt wenig Altmodischeres, Unsouveräneres und Snobistischeres, als Paulo Coelho zu verachten.

Heinz Sichrovsky in News.

Eine lange Geschichte

Man muss nicht gleich die biblischen Fluchten aus oder nach Ägypten bemühen, um die lange Erfolgsgeschichte von Verfolgungsjagden und glücklichem Entkommen zu beweisen.

Müsste man nicht, aber Rudolf John hat im Kurier viel Platz.


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