Ohren auf

Harter Stoff

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

Wenn Ihnen dieser Tage eine lokale Rockband, von der Sie noch nie zuvor gehört haben, unvermittelt den Boden unter den Füßen wegzieht, so handelt es sich vermutlich um Mord und ihr Debüt "Chapter Done" (Konkord/Hoanzl). Das Quintett weist personelle Überschneidungen zur vielgelobten Gruppe Kreisky auf, verzichtet aber auf deren Synthie-Sounds und tritt stattdessen mit gleich zwei Schlagzeugern an, zu denen sich auch noch elektronische Beats gesellen. Der Rhythmus ist also eine wichtige Komponente, das lustvoll und äußerst facettenreich zelebrierte Grobianertum eine andere. Die zwischen deutsch- und englischsprachigem Gesang wechselnde Band weiß um Kraut- und Noiserock ebenso Bescheid wie um körperbetonte Frühformen elektronischer Popmusik. Dass formal vom kompakten Song bis zum monströsen Zehnminüter vieles möglich ist, verwundert da auch nicht mehr. "Eine Platte, die dem unglücklichen Menschen in uns allen zuruft: Geh geradeaus weiter, mein Freund, denn das Schlimmste liegt


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