Heimweh mit Schmäh

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 37/07 vom 12.09.2007

THEATER Die englische Schauspielerin und Sängerin Barbara Spitz wollte eigentlich nur fünf Monate in Wien bleiben. 24 Jahre später ist sie immer noch da.

Das Leben ist kein Wienerlied. Beispiel: "Mei Muatta war a Weanarin, drum hob i Wean so gern." Barbara Spitz würde das so nie sagen. Ihre Mutter ist zwar Wienerin, musste 1938 aber nach London emigrieren. Und was sie ihrer Tochter über Wien erzählte, klang nicht sonderlich einladend. Spitz war 29, als sie 1983 das erste Mal in die Stadt ihrer Eltern kam. Am Schauspielhaus war sie in Michael Schottenbergs Inszenierung der "Rocky Horror Show" engagiert, danach wollte sie eigentlich wieder heim nach London. "Ich bin für fünf Monate gekommen, und 24 Jahre später bin ich immer noch hier. Da ist irgendwas im Busch, würde ich sagen."

Aber was? Warum ist Spitz ausgerechnet in der Stadt hängen geblieben, aus der ihre jüdischen Eltern vertrieben wurden? Auch um solche Fragen dreht sich ihr erstes Soloprogramm "Homesick", das demnächst

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